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	<description>München Postkolonial</description>
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		<title>Umbenennung vom Straßen in München</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 10:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Pressemitteilung des AK Panafrikanismus vom 27. März 2012: Umbenennung vom Straßen in München bzw. Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte. Der Arbeitskreis Panafrikanismus München begrüßt ausdrücklich den Beschluss des Ausländerbeirats München zur Straßenumbenennung und fordert die Verantwortlichen der Stadt München auf, diesen Beschluss ernsthaft zu behandeln und umzusetzen. Mit Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern der afrikanischen Gemeinde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="font-size: small;text-align: justify"><strong><span style="font-family: Arial,serif"><span style="font-size: small">Pressemitteilung des AK Panafrikanismus vom <strong>27. März 2012</strong>:<br />
Umbenennung vom Straßen in München bzw. Aufarbeitung </span></span><span style="font-family: Times New Roman,serif"><span style="font-size: small">der deutschen Kolonialgeschichte.</span></span> </strong> <strong></strong> <strong></strong></h1>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif"><span style="font-size: small">Der Arbeitskreis Panafrikanismus München begrüßt ausdrücklich den </span></span><span style="font-family: Times New Roman,serif"><span style="font-size: small">Beschluss des<br />
Ausländerbeirats München zur Straßenumbenennung und fordert </span></span><span style="font-family: Times New Roman,serif"><span style="font-size: small">die Verantwortlichen<br />
der Stadt München auf, diesen Beschluss ernsthaft zu </span></span><span style="font-family: Times New Roman,serif"><span style="font-size: small">behandeln und umzusetzen.</span></span> <span style="font-family: Times New Roman,serif"><span style="font-size: small"><br />
Mit Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern der afrikanischen </span></span><span style="font-family: Times New Roman,serif"><span style="font-size: small"> Gemeinde in<br />
München hat der Ausländerbeirat der LH gestern, am 26. März </span></span><span style="font-family: Times New Roman,serif"><span style="font-size: small">2012, im Münchner<br />
Rathaus während seiner Vollversammlung u.a. einen </span></span><span style="font-family: Times New Roman,serif"><span style="font-size: small">Antrag zur Straßenumbenennung<br />
im sog. Münchner Kolonialviertel einstimmig </span></span><span style="font-family: Times New Roman,serif"><span style="font-size: small">beschlossen.</span></span></p>
<p style="text-align: justify"><span id="more-260"></span></p>
<p>Der Ausländerbeirat fordert den Oberbürgermeister und der Stadtrat der Landeshauptstadt auf,</p>
<p>sich dafür einzusetzen, dass folgende Straßennamen umbenannt werden:</p>
<p><strong>In Bogenhausen (Stadtbezirk 13) :</strong><br />
<strong> Wißmannstraße, Dominikstraße, Bennigsenstraße, Leutweinstraße, Lüderitzstraße</strong></p>
<p><strong>In Trudering-Riem (Stadtbezirk 15): </strong><br />
<strong> Von-Gravenreuth-Straße,Von-Erckert-Straße, Von-Erckert-Platz, Von-Heydebreck-Straße.</strong></p>
<p><strong>Weiterhin sollen auch die  folgenden Straßen umbenannt werden, da sie Orte benennen,</strong><br />
<strong> wo Massaker stattgefunden haben: Groß-Nabas-Straße, Swakopmunder Straße, Taku-Fort-Straße.</strong></p>
<p>Als Begründung betonen die Mitglieder des Beirates: “Die Stadt München soll als<br />
u.a. Mitglied der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus Abstand nehmen von Ehrungen<br />
von Persönlichkeiten, die die rassistische Kolonialideologie repräsentieren und Völkermord begangen<br />
haben. Die Erläuterungstafeln die vom Stadtrat beschlossen wurden sagen zwar die Wahrheit,<br />
sind aber nicht ausreichend, sondern sollen dazu führen, dass diese Straßen unbenannt werden.<br />
Mit oder ohne Erläuterungstafeln verdient kein Massenmörder einen Straßennamen.</p>
<p>Personennamen der neueren Geschichte sollen nur dann verwendet werden, wenn ihr Geschichtsbild<br />
nach Persönlichkeit, Verhalten und Nachwirkung abgeklärt ist und überwiegend positiv bewertet wird.“</p>
<p>„Wir gehen davon aus, dass der jetzige Stadtrat unseres weltoffenen München sich von den Taten und<br />
Symbolen ihrer Vorgänger der 30er und 40er Jahre distanziert und bereit ist, einige damalige Irrtümer zu korrigieren“,<br />
so Hamado Dipama vom Arbeitskreis Panafrikanismus München. Er fügt hinzu, dass man die Namen kolonialer Gräueltäter in den Geschichts- und Schulbüchern deutlicher darstellen sollte, um die Vergangenheit nicht zu vergessen, anstatt sie mit Straßennamen zu würdigen. Die Straßen sollten besser umbenannt werden nach Opfern rassistischer Gewalt in Deutschland.</p>
<p><strong>Arbeitskreis Panafrikanismus München e.V.</strong></p>
<address>Kontakt:</address>
<address>AK Panafrikanismus München e.V.,  AugsburgerStraße 13, 80337 München</address>
<address>Tel:089-416159959  oder 0176 – 620 67 359</address>
<address><a href="mailto:36sekretariat@panafrikanismusforum.netwww.panafrikanismusforum.net">sekretariat@panafrikanismusforum.net</a></address>
<address><a href="http://www.panafrikanismusforum.net/" target="_blank">www.panafrikanismusforum.net</a><strong> </strong></address>
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		</item>
		<item>
		<title>RESOLUTION: Völkermord verjährt nicht!</title>
		<link>http://muc.postkolonial.net/2012/04/05/resolution-volkermord-verjahrt-nicht/</link>
		<comments>http://muc.postkolonial.net/2012/04/05/resolution-volkermord-verjahrt-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 10:39:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufruf an die Mitglieder des Deutschen Bundestages zur Anerkennung und Wiedergutmachung des Völkermordes in der ehemaligen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“, der heutigen Republik Namibia Wir – die unterzeichnenden Schwarzen und weißen Initiativen, Organisationen und Institutionen der Zivilgesellschaft – begrüßen das mit der Namibia-Reise des Afrikabeauftragten des Auswärtigen Amtes Anfang Februar 2012 verbundene Einlenken der Deutschen Bundesregierung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Aufruf an die Mitglieder des Deutschen Bundestages zur Anerkennung und Wiedergutmachung des Völkermordes in der ehemaligen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“, der heutigen Republik Namibia</em></strong></p>
<p>Wir – die unterzeichnenden Schwarzen und weißen Initiativen, Organisationen und Institutionen der Zivilgesellschaft – begrüßen das mit der Namibia-Reise des Afrikabeauftragten des Auswärtigen Amtes Anfang Februar 2012 verbundene Einlenken der Deutschen Bundesregierung und die dabei erfolgte Aufnahme von direkten Gesprächen mit Verbänden der Opfer des deutschen Völkermordes von 1904-08. Wir betrachten diese überfällige Bereitschaft zum Dialog mit den Vertretungen der unmittelbar betroffenen Völker als einen ersten unverzichtbaren Schritt auf dem Weg zur Versöhnung zwischen den Menschen in Namibia und Deutschland.<br />
<span id="more-257"></span><br />
Mit dieser Resolution bringen wir unser Mitgefühl für das den namibischen Völkern, insbesondere den Herero, Nama, Damara und San zugefügte Leid zum Ausdruck. Wir sind dankbar für ihre großherzige Bereitschaft zum Gespräch mit den Nachfahren der Täter und erklären uns solidarisch mit ihrem Einsatz für „restorative justice“ – für eine Gerechtigkeit, die nur aus Deutschlands aufrichtiger Bereitschaft zur Wiedergutmachung erwachsen kann. Wir unterstützen ihr Bemühen um eine offizielle Anerkennung des Völkermordes durch den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung. Ausdrücklich stellen wir uns hinter die Forderung der Opferverbände nach ideeller und auch materieller Entschädigung für das ihren Völkern widerfahrene kolonial-rassistische Unrecht sowie für ihre gravierenden Verluste an Hab und Gut.</p>
<p>Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages fordern wir auf,</p>
<ul>
<li>jeder weiteren Leugnung des nach den Kriterien der UN-Völkermordkonvention von 1948 eindeutig als Genozid zu bewertenden Völkermordes in der ehemaligen Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ entgegenzuwirken und sich – wie im Falle des Genozids an den Juden – für seine rückwirkende Anerkennung durch Deutschland einzusetzen;</li>
<li>die Bundesregierung zu bewegen, den deutschen Selbstverpflichtungen bei der UN-Weltkonferenz gegen Rassismus in Durban 2001 nachzukommen und die Nachfahren der Opfer des deutschen Völkermordes offiziell und unmissverständlich um Entschuldigung für den an ihren Vorfahren verübten Völkermord und die damit einhergehenden Verbrechen gegen die Menschheit zu bitten;</li>
<li>den intensiven und regelmäßigen Dialog über die mit einer Versöhnung zusammenhängenden Fragen – wie u.a. über die Aufarbeitung und Wiedergutmachung des von Deutschland zu verantwortenden kolonial-rassistischen Unrechts und seiner bis heute nicht überwundenen gravierenden Folgen für die Nachfahren der Opfer – mit dem Parlament der Republik Namibia und den Opferverbänden aufzunehmen und auf den Beschluss konkreter Maßnahmen ausgerichtet zu führen;</li>
<li>die Einrichtung einer Bundesstiftung zur kritischen Aufarbeitung des Genozids und des deutschen Kolonialismus insgesamt sowie zur Förderung postkolonialer Erinnerungskulturen zu beschließen und diese zu beauftragen, u.a.die Bundesregierung zur konstruktiven Fortführung der aufgenommenen Gespräche mit der namibischen Regierung und mit den Opferverbänden zu veranlassen;
<ul>
<li>die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Genozid und seinen Folgen im Rahmen namibisch-deutscher Forschungsprojekte zu fördern;</li>
<li>die Verbreitung des Wissens über Kolonialismus, Rassismus und ihre Folgen in der deutschen Öffentlichkeit und in den Schulen zu sichern;</li>
<li>Austauschprojekte, die zur Versöhnung zwischen den Menschen beider Länder und zur Bekämpfung von Rassismus beitragen, zu fördern;</li>
<li>die Dekolonisierung des öffentlichen Raums in Deutschland zu unterstützen (Stopp der fortgesetzten Ehrung für Kolonialverbrecher mit Straßennamen und Denkmälern, stattdessen Würdigung von Persönlichkeiten des afrikanischen Widerstands);</li>
</ul>
</li>
<li></li>
<li>die Bundesregierung zu veranlassen, im Dialog mit der namibischen Regierung und mit den Opferverbänden angemessene materielle und strukturelle Wiedergutmachungsleistungen für die gravierenden ökonomischen Verluste der betroffenen Völker an Land, Vieh und anderem Eigentum zu vereinbaren;</li>
<li>die Bundesregierung zu veranlassen, die vereinbarten Wiedergutmachungsleistungen bedingungslos – d.h. ohne Einmischung in die freien Entscheidungen des namibischen Staates und der Opferverbände über deren Verwendung – zu erbringen.</li>
</ul>
<p>Berlin, den 7. März 2012</p>
<ul>
<li>AfricAvenir International</li>
<li>Afrika-Rat Berlin-Brandenburg</li>
<li>Afrika-Rat Nord</li>
<li>AFROTAK TV cyberNomads</li>
<li>Arbeitskreis Panafrikanismus München (AKPM)</li>
<li>Artefakte//anti-humboldt</li>
<li>Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)</li>
<li>Berlin Postkolonial</li>
<li>Deutsch-Afrikanische Gesellschaft Berlin (DAFRIG)</li>
<li>Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund)</li>
<li>Solidaritätsdienst International (SODI)</li>
</ul>
<p>Initiativen, Organisationen und Institutionen, die ebenfalls unterzeichnen wollen, wenden sich bitte an: <a>info(at)berlin-postkolonial.de</a></p>
<div>
<div>
<h1>Mitunterzeichner:</h1>
<div>
<ol>
<li>Internationale Liga für Menschenrechte e.V., Berlin</li>
<li>Kampagne &#8220;Zusammen handeln! Gegen rassistische Hetze und soziale Ausgrenzung!&#8221;, Berlin</li>
<li>Quilombo &#8220;Eine-Welt&#8221; g.e.V., Dresden</li>
<li>Hafengruppe Hamburg</li>
<li>Bochumer Initiative Südliches Afrika</li>
<li>Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA), Heidelberg</li>
<li>NaturFreunde Berlin</li>
<li>glokal e.V., Berlin</li>
<li>Stoffwechsel &#8211; Dialoge und Projekte zur Förderung des Menschenrechts auf Bildung e.V., Karlsruhe</li>
<li>Initiative Soundstrike Berlin</li>
<li>AG postkolonial des Engagierte Wissenschaft e.V., Leipzig</li>
<li>Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V., Berlin</li>
<li>ANEE e.V., Berlin</li>
<li>Afrikanews Archiv, Berlin</li>
<li>VideoArtWorld, Berlin</li>
<li>Transnational Decolonial Institute, Berlin</li>
<li>ArtLabour Archives, Berlin</li>
<li>Welt ohne Krieg und Gewalt Deutschland e.V.</li>
<li>ISD Gießen</li>
<li>Afrikanisches Viertel e.V., Berlin</li>
<li>Kawaida e.V., Berlin</li>
<li>Lernen dürfen e.V., Eppstein im Taunus</li>
<li>Projekt ÜBER LEBENSKUNST.Schule, Berlin</li>
<li>Reclaim Society!, Berlin</li>
<li>Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW), Berlin</li>
<li>Initiative für Zivilcourage, München</li>
<li>Zimbabwe Netzwerk e.V., Bielefeld</li>
<li>Organisation des Jeunesses Panafricanistes du Sénégal</li>
<li>Nord Süd Forum München e.V.</li>
<li>Kulturverein Schwarzer Kanal e.V., Berlin</li>
<li>Interkulturelles Frauenzentrum S.U.S.I., Berlin</li>
<li>Anti-Bias-Werkstatt, Berlin</li>
<li>FOSA e.V., Freiburg</li>
<li>Bahnhof Langendreer e.V., Bochum</li>
<li>Berlin(er) Colloquium of Color</li>
<li>Bezirksgruppe Bündnis 90/Die Grünen, Berlin Friedrichshain-Kreuzberg</li>
<li>Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Berlin Friedrichshain-Kreuzberg</li>
<li>Commit Berlin e.V.</li>
<li>Team am Lehrstuhl Rassismus und Migration, Alice Salomon Hochschule Berlin</li>
<li>Promotionscolloquium Attia, Alice Salomon Hochschule Berlin</li>
<li>Migration Research Group, Humboldt Universität Berlin</li>
<li>AK Wissensproduktionen in der postmigrantischen Gesellschaft, Berlin</li>
<li>Bildungsinitiative für Westafrika e.V., Berlin</li>
<li>Der Afrikanische Ältestenrat München e.V.</li>
<li>Diversity Committee, Nelson Mandela Schule Berlin</li>
<li>Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes &#8211; Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisvereinigung Bochum</li>
<li>Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.</li>
<li>Arbeitskreis Bielefeld-Postkolonial</li>
<li>Arbeitskreis Palästina NRW e.V., Bochum</li>
<li>RAA Brandenburg - Demokratie und Integration Brandenburg e.V., Potsdam</li>
<li>ChristInnen für den Sozialismus (CfS), Münster</li>
<li>Redaktion der PERIPHERIE. Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt, Münster</li>
<li>Migrationsrat in Berlin-Brandenburg</li>
<li>Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs (VENROB) e.V.</li>
<li>New Generation e.V., Berlin</li>
<li>Initiaitive &#8220;Kolonialismus im Kasten?&#8221;, Berlin</li>
<li>CulturCooperation e.V., Hamburg</li>
<li>issa &#8211; informationsstelle südliches afrika e.V., Bonn</li>
<li>Redaktion der Zeitschrift &#8220;afrika süd&#8221;</li>
<li>NARUD e.V., Berlin</li>
<li>Flüchtlingsrat Hamburg e.V.</li>
<li>ISD Berlin</li>
<li>Barnimer Kampagne &#8220;Light me Amadeu&#8221;, Eberswalde</li>
<li>INKOTA-netzwerk e.V., Berlin</li>
<li>Bündnis gegen Rassismus, Salzwedel</li>
<li>Institut für Migrations- und Rassismusforschung e.V., Hamburg</li>
<li>Interflugs &#8211; die autonome Studierendenorganisation der Universität der Künste, Berlin</li>
<li>Namibia-AG der Albert Einstein Oberschule Berlin</li>
<li>AK Hamburg Postkolonial</li>
<li>Pro Afrika e.V., Berlin</li>
<li>Tanzania-Network.de, Berlin</li>
<li>Freiburg-Postkolonial</li>
<li>ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V.</li>
<li>Adefra, Schwarze Frauen in Deutschland e.V.</li>
<li>wir-frauen e.V., Düsseldorf</li>
<li>Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt, Sachsen-Anhalt</li>
<li>Netzwerk NeRaS, Hamburg</li>
<li>Initiative <em>freedom roads!</em></li>
<li>Ovaherero Genocide Committee</li>
<li>The Nama Technical Committee</li>
<li>Committee of Keetmanshoop Residents</li>
<li>TCL Workers Committee</li>
<li>Namibia Home Owners Association</li>
<li>Workers Advice Centre</li>
<li>African Labour and Human Rights Centre</li>
<li>Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes &#8211; Bund der  AntifaschistInnen (VVN-BdA)</li>
<li>Kreis der SPD Mitte, Berlin</li>
<li>Projektgruppe &#8220;Afrikanisches Viertel&#8221;, SPD Kreisverband Mitte, Berlin</li>
<li>Bundeskoordination Internationalismus (BUKO)</li>
<li>Bildungswerkstatt Migration &amp; Gesellschaft</li>
<li>Kontakt und Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, Bernau</li>
<li>Demokratisches JugendForum Brandenburg</li>
<li>Colonialism Reparation, Italy</li>
<li>Fachausschuss für Internationale Politik, Frieden und Entwicklung der SPD Berlin</li>
<li>Internationaler Arbeitskreis Berlin e.V. (IAK)</li>
<li>München postkolonial [muc]</li>
<li>Commit to Partnership e.V. München</li>
<li>ARI Berlin &#8211; Antirassistische Initiative e.V.</li>
<li>Flüchtlingsrat Berlin e.V.</li>
<li>Hilfsorganisation der Oromo Relief Association (H-ORA) e.V.</li>
<li>Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen VEN e.V.</li>
<li>Schwarzweiss Heidelberg</li>
<li>Eine Welt Netz NRW e.V., Münster</li>
<li>Mädchenmannschaft e.V., Berlin</li>
<li>KommPottPora e. V., Gotha</li>
<li>&#8220;BILDUNG-VEREINT&#8221; e. V., Gotha</li>
<li>Buntspecht e. V., Gotha</li>
<li>Initiative ausbrechen (Ex-Bürengruppe), Paderborn</li>
<li>frankfurt.postkolonial</li>
</ol>
</div>
</div>
</div>
<div>
<div>
<div>
<p>Kontakt:</p>
<p>Sharon Dodua Otoo <a title="Opens window for sending email">sharonotoo(at)isdonline.de</a></p>
<p>Christian Kopp <a title="Opens window for sending email">buero(at)berlin-postkolonial.de</a>, Telefon: 0179-9100976</p>
<p>weitere Infos auf der Webseite von <a href="http://www.africavenir.org/de/projektkooperationen/voelkermord-in-namibia/" target="_blank">AFRICAVENIR</a></p>
</div>
</div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Bezirksausschuss von Trudering lehnt Zuschuss ab &#8211; Kein Nachdruck der Broschüre »Münchens Kolonialviertel«</title>
		<link>http://muc.postkolonial.net/2011/12/22/bezirksausschuss-von-trudering-lehnt-zuschuss-ab-kein-nachdruck-der-broschure-%c2%bbmunchens-kolonialviertel%c2%ab/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 11:53:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Straßennamen]]></category>
		<category><![CDATA[Trudering]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bezirksausschuss Trudering-Riem (BA 15) hat mit &#8220;interessanten&#8221; Argumenten einen Antrag des Nord Süd Forum München e.V. für die Finanzierung des Nachdrucks der Broschüre zu Münchens Kolonialvierteln abgelehnt. Offener Brief des ersten Vorsitzenden des Nord Süd Forum München e.V., Heinz Schulze, an den BA 15 Bericht über die entsprechende BA-Sitzung im Münchner Wochenanzeiger &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bezirksausschuss Trudering-Riem (BA 15) hat mit &#8220;interessanten&#8221; Argumenten einen Antrag des <a href="http://www.nordsuedforum.de/nosfo/home/index.shtml">Nord Süd Forum München e.V.</a> für die Finanzierung des Nachdrucks der <a href="http://www.nordsuedforum.de/nosforessourcen/doc/nosfo/strassennamen_ansichts.pdf">Broschüre zu Münchens Kolonialvierteln</a> abgelehnt.</p>
<p><span id="more-248"></span></p>
<p><a href="http://www.nordsuedforum.de/nosfo/aktuelles/offener-Brief_BZA15_Kolonialviertel_2011.pdf">Offener Brief</a> des ersten Vorsitzenden des Nord Süd Forum München e.V., Heinz Schulze, an den BA 15</p>
<p><a href="http://www.wochenanzeiger.de/article/116623.html">Bericht</a> über die entsprechende BA-Sitzung im Münchner Wochenanzeiger</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mythen vom Chinesen-Maier</title>
		<link>http://muc.postkolonial.net/2011/12/22/mythen-vom-chinesen-maier/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 11:23:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsere Artikelserie im Hinterland-Magazin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://muc.postkolonial.net/?p=225</guid>
		<description><![CDATA[Der brutale Krieg einer multinationalen Kolonialarmee in China 1900/01 wurde als zivilisatorische europäische und nationale Mission bejubelt. Die Vereine der Kolonialkriegsveteranen spielten noch Jahrzehnte nach Verlust der Kolonien eine wichtige Rolle für die Aufrechterhaltung sowohl militärischer Mythen als auch kolonialer Propaganda. Von Martin W. Rühlemann [muc] „Der Chinesen-Maier hat Geburtstag“ war die Überschrift eines Artikels [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der brutale Krieg einer multinationalen Kolonialarmee in China 1900/01 wurde als zivilisatorische europäische und nationale Mission bejubelt. Die Vereine der Kolonialkriegsveteranen spielten noch Jahrzehnte nach Verlust der Kolonien eine wichtige Rolle für die Aufrechterhaltung sowohl militärischer Mythen als auch kolonialer Propaganda.</p>
<p><strong>Von Martin W. Rühlemann [muc]</strong></p>
<p><span id="more-225"></span>„Der Chinesen-Maier hat Geburtstag“ war die Überschrift eines Artikels im Münchner Merkur am 21. März 1964. Dass der von seinen Freunden so betitelte „rüstige alte Herr“ aus dem Münchner Westend an der Niederwerfung des Boxeraufstandes in China teilgenommen hatte und nun seinen 85. Geburtstag feierte, stand dort weiter zu lesen. 1900/01 kämpfte er als junger Mann in der bayerischen Abteilung des 4. Ostasiatischen Infanterie-Regiments an der Seite einer multinationalen Kolonialarmee: „der Amerikaner, der Franzos’, der Japanes’, der Türk’ und der Engländer“ waren an dieser Streitmacht beteiligt, erzählte der „einstige Chinakrieger“ und spätere Münchner Bezirkskaminkehrermeister, was den Autor des Münchner Merkur an „eine Art vorzeitiger UN“ denken ließ.</p>
<p><strong>Mission: christliche Expansion</strong></p>
<p>Tatsächlich hatten sich 1900 etliche Kolonialmächte – darunter auch Russland, Italien und Österreich-Ungarn – verbündet, um China mit einem für diese Zeit neuartigen multinationalen Militäreinsatz zu zwingen, sich entsprechend der westlichen Vorstellungen und Regeln zu verhalten. Die imperialistischen Mächte Europas hatten sich im „Kampf für die Sache der Zivilisation und des Christentums“ vereinigt gegen „fremdenfeindliche Boxer und Chinesen“, so lautete die zeitgenössische Propaganda. Der Name „Boxer“ leitet sich von einer Gruppe ab, die an die Traditionen verschiedener<br />
Faustkampfschulen anknüpfte.</p>
<p>Das chinesische Kaiserreich war keine Kolonie im klassischen Sinne, vielmehr sicherten sich die verschiedenen Kolonialmächte ihren Einfluss durch kleine Stützpunktkolonien. Schon 1889 war die Deutsch-Asiatische Bank gegründet worden. Den Zugang zum chinesischen Markt sicherte sich das Deutsche Reich 1897, als deutsche Truppen die nordchinesische Bucht von Kiautschou mit dem Hafen Tsingtau besetzten und die Region formal für 99 Jahre pachteten. Die 50-Kilometer-Zone um die Bucht wurde später zur „Musterkolonie“ erklärt. Die Inbesitznahme der neuen Kolonie traf in Deutschland auf breite Zustimmung. Damit erklärte die Abteilung München der Deutschen Kolonialgesellschaft etwa auch den Anstieg ihrer Mitgliederzahlen 1897/98.</p>
<p><strong>Boxerkrieg 1900/01</strong></p>
<p>Seit Sommer 1898 nahmen die Spannungen unter der bäuerlichen Bevölkerung Nordchinas zu. Hungersnöte und Auflösungsprozesse der traditionalen chinesischen Gesellschaftsordnung, vorangetrieben durch aggressive christliche Missionierung führten dazu, dass sich ab 1899 die soziale Bewegung der Boxer schnell in einigen Provinzen Nordchinas ausbreitete.Sie richtete sich hauptsächlich gegen die wirtschaftliche Betätigung von Nicht-Chinesen, aber auch gegen Chinesen christlichen Glaubens. Dem Widerstand der bäuerlich geprägten Boxerbewegung gegen die Kolonialmächte schloss sich, nach anfänglichem unentschlossenem Vorgehen gegen die Aufständischen, auch die chinesische Regierung am 21. Juni 1900 an.</p>
<p><strong>Demütigungen und Massaker</strong></p>
<p>Die folgende 55-tägige Belagerung des Gesandtschaftsviertels in Peking durch Boxer und chinesische Soldaten dauerte bis zum 14. August. Nachdem Peking erobert, in einer Gewaltorgie geplündert und ganze Stadtviertel niedergebrannt worden waren, begannen die multinationalen Truppen militärische Strafexpeditionen gegen die Bevölkerung durchzuführen. Grobe Schätzungen gehen von 100.000 Menschen aus, die allein in Peking getötet worden sind. Der kaiserliche Hof hatte<br />
Peking verlassen und die chinesische Armee die Kampfhandlungen eingestellt. Graf von Waldersee, der deutsche Oberbefehlshaber der internationalen Armee, forcierte ab September die Strafexpeditionen, um Mitglieder der besiegten Boxer aufzuspüren. Bei den Expeditionen wurden ganze Städte und Dörfer niedergebrannt, in den schlimmsten Fällen endeten sie in Massakern. An 35 von 53 Militärexpeditionen, die zwischen Dezember 1900 und Mai 1901 stattfanden, nahmen ausschließlich deutsche Truppen teil, die von der chinesischen Bevölkerung als besonders brutal und grausam wahrgenommen wurden. Im September 1901 musste die chinesische Regierung dann einen Vertrag unterzeichnen, der neben demütigenden Regelungen auch hohe Entschädigungszahlungen an die beteiligten acht Staaten vorsah.</p>
<p><strong>Heimatfront</strong></p>
<p>„Der Kampf mit den Boxern war sehr hart“, erinnerte sich der Münchner „Chinakrieger“ 1964. Als letzte Andenken präsentierte er einen „winzigen Schuh” und „eine verblichene chinesische Geldbörse und eine Schärpe“.Das deutsche Ostasiatische Expeditionskorps bestand aus Freiwilligen des Heeres, die zusammen mit Marinesoldaten und in der deutschen Kolonie Kiautschou stationierten Soldaten über 20.000 Mann der knapp 90.000 alliierten Soldaten ausmachten. Die Anzahl der Freiwilligen war angeblich weit größer als der Bedarf gewesen. Die sozialdemokratische Münchener Post behauptete allerdings, dass viele Soldaten des bayerischen Bataillons sich nicht freiwillig gemeldet hätten, was zu empörten Angriffen gegen die „vaterlandslose Presse“ führte. Ebenso wurden die ersten Berichte über Plünderungen der multinationalen Truppe während der Rekrutierungsphase im Juli aufgeregt zurückgewiesen: „denn es ist bei der deutschen Disziplin […] völlig ausgeschlossen, dass deutsche Mannschaften an solch ehrlosen Treiben theilgenommen haben! […] Sollte sich die Meldung der Plünderung Tientsins bestätigen, dann wäre das Ansehen der<br />
‚zivilisirten’ Mächte auf das Schwerste geschädigt“, stellten die Münchener Neuesten Nachrichten (MNN) am 25. Juli 1900 fest.</p>
<p><strong>Ausverkauft! Ein Volksfest der Kriegsbegeisterten</strong></p>
<p>Die Verabschiedungen der deutschen Soldaten waren überschwänglich gefeierte nationale Ereignisse. Die Züge, die die künftigen „Kolonialkrieger“ aus ganz Deutschland in die Hafenstädte brachten, waren mit rassistischen Karikaturen von Chinesen und Aufschriften wie „Pardon wird nicht gegeben!“ oder „Li Hungtschang Du ahnst es nicht!“ versehen. In München sorgte der von Kapellen begleitete Marsch des bayerischen Bataillons von der Max-II-Kaserne zum Laimer Bahnhof am 3. August um zwei Uhr morgens für einen nächtlichen Volksauflauf. Nach einem Bericht der MNN säumten Menschenmassen mit Laternen den Weg, alle Gasthäuser auf dem Weg waren dicht mit Gästen besetzt und im „Kurgarten“<br />
wurde ein Feuerwerk abgebrannt. Die Menge verabschiedete die „Chinakrieger“ am Laimer Tunnel. Am Bahnhof selbst waren Eintrittskarten für 1.300 Personen ausgegeben worden, die die Abfahrt des Sonderzuges mit 40 Wagons nach Bremerhaven bejubelten. Passend zur Kriegsbegeisterung publizierte der Münchner Bruckmann-Verlag ein Album mit Porträts der Offiziere und Ärzte des bayerischen Kontingents, das für zwei Mark in allen Buchhandlungen zu erwerben war. Des Weiteren wurde ein „Bayerisches Hilfskomitee für Ostasien“ ins Leben gerufen, um die deutschen Truppen in China durch reichhaltige Spenden zu unterstützen.</p>
<p><strong>Lyrikpropaganda</strong></p>
<p>Auch der Münchner Stadtarchivar Ernst von Destouches begeisterte sich in seinem Gedicht „Die China-Heerfahrt“ für die koloniale Sache. Er dichtete den Kriegszug als heilige, christliche Mission. Überhaupt scheint die Beteiligung bayerischer Soldaten an dem Kriegszug einige Zeitgenossen zum Dichten animiert zu haben. Felix Dahn, Erfolgsautor aus Hamburg, versuchte nach Meinung von Yixu mit dem Gedicht „Bayerischer Hunnenbrief“ den Sieg des Deutschen Reiches im deutsch-französischen Krieg 1870 bei Sedan „nach China zu verpflanzen“. „Der bescheidene Beitrag der deutschen Streitkräfte […]“, so Yixu, „wurde in der Populärliteratur zu einer zweiten Sedan-Schlacht aufgebauscht, so dass die Aura eines großartigen militärischen Triumphes Deutschlands Taufe als Kolonialmacht umgab.“ Kritik an der menschenverachtenden Kriegsführung des deutschen Militärs gab es von sozialdemokratischer Seite. Ab August 1900 veröffentlichte der Vorwärts Briefe deutscher Soldaten an ihre Angehörigen, die auch das äußerst brutale Vorgehen gegen chinesische Gefangene und Zivilisten schilderten. Etliche Redakteure sozialdemokratischer Zeitungen, in denen die sogenannten „Hunnenbriefe“ erschienen, wurden angeklagt und auch verurteilt.</p>
<p><strong>Der Kampf mit dem Iltis</strong></p>
<p>Die Berichterstattung über China war schon vor dem Krieg geprägt von negativen Stereotypen und Klischees, die ein europäisches Überlegenheitsgefühl und Rassismus zum Ausdruck brachten. Die Auswertung von Feldpostbriefen aus China bestätigt, dass viele deutsche Soldaten schon fertige Bilder wie etwa das vom verschlagenen und hinterlistigen Chinesen mit sich herumtrugen. Auch das Reden von der „gelben Gefahr“ stammt aus dieser Zeit, weckte das riesige Land mit der großen Bevölkerung doch Begehrlichkeiten als ökonomisches Expansionsgebiet und Ängste zugleich. Einige Ereignisse des Krieges wurden zu ruhmvollen, heldenhaften Taten deutscher Soldaten verklärt: Am Angriff auf die den Zugang nach Peking sichernden „Dagu-Forts“ an der Küste am 17. Juni 1900 beteiligte sich das deutsche Kanonenboot „Iltis“. Die Eroberung der Festung wurde im Deutschen Reich euphorisch gefeiert und es gab seitenlange Berichte über die Rolle des Kanonenbootes bei den Kämpfen. Noch heute loben rechte Kreise die Eroberung als nationale Heldentat. In München-Trudering erinnern seit 1933 die Taku-Fort-Straße und die Iltisstraße an die deutsche Beteiligung, wobei die Erläuterung der Iltisstraße später offiziell geändert wurde: Heute ist sie nach dem „heimischen Raubtier Iltis aus der Familie der Marder“ benannt.</p>
<p><strong>„The Germans To The Front!“</strong></p>
<p>Ein weiterer Mythos des Boxerkriegs war der angebliche Ruf des britischen Admirals Seymour: „The Germans To The Front“, der in Deutschland so interpretiert wurde, als sei das deutsche Truppenkontingent wegen besonderer Tapferkeit nach vorne beordert worden. Tatsächlich versuchte eine multinationale Einheit unter britischer Führung im Juni 1900 Peking vorzustoßen, musste sich aber bald zurückziehen. Erst der Befehl zum Umdrehen beförderte vermutlich die deutschen Soldaten an die Spitze. Vor allem das massenhaft reproduzierte Gemälde „The Germans To The Front“ (1902) von Carl Röchling als Postkarte verbreitete in den Folgejahrzehnten die Deutung des Befehls als Anerkennung des Mutes und der Bestätigung des deutschen Strebens nach „Weltgeltung“ durch das mächtige britische Empire. Besonders im Zuge des Kampfes gegen die sogenannte „Kolonialschuldlüge“ in den 1920er Jahren wurde das Bild wieder aktuell.</p>
<p><strong>Die „Kolonialschuldlüge“</strong></p>
<p>In den Jahren der Weimarer Republik sank zwar die Mitgliederzahl kolonialer Gruppen, aber dennoch hielten sie eine erstaunliche Aktivität aufrecht. Erklärbar ist dies nur vor dem Hintergrund der populären Kampagne gegen die sogenannte „Kolonialschuldlüge“ und für die Rückgabe der „geraubten“ Kolonien. Deutschland musste im Versailler Vertrag 1918 alle Kolonien abgeben, mit der Begründung, das Land hätte sich als unfähig zum Führen von Kolonien erwiesen. Zudem herrschte Deutschland grausam und schlecht in den Kolonien. Vor allem den Vorwurf, die Deutschen wären nicht fähig gewesen, Kolonien zu betreiben, empfanden weite Kreise der Gesellschaft als Demütigung. Zur Widerlegung der Vorwürfe erschienen in den 1920er Jahren zahlreiche Publikationen, Romane, Erinnerungsbücher oder Filme, die ein idyllisches Bild der grausamen Kolonialherrschaft zeichneten. Diese massive Propaganda prägte in<br />
Folge lange das Selbstbild der Deutschen als „gute Kolonisatoren“.</p>
<p><strong>Münchens Kolonialkrieger – Münchens Kolonialstraßen</strong></p>
<p>Die ehemaligen Kolonialsoldaten trugen nicht unwesentlich zu dieser Propaganda bei. Die „Kriegerschaft“ war eine der aktivsten Organisationen in München. Sie pflegte nicht nur Erinnerungen an die Kolonialkriege, sondern engagierte sich auch für die Rückgabe der Kolonien und popularisierte weiterhin koloniale Phantasien. 1926 feierten die ehemaligen „Kolonialkrieger“ im Rahmen eines Kolonialgedenktages ihr 25-jähriges Bestehen in Anwesenheit des bayrischen Innenministers und Polizeipräsidenten. Die Ansprache hielt am Abend der berüchtigte Kolonialveteran und „Chinakrieger“, Freikorpsgründer und Putschist Ritter Franz Xaver von Epp in seiner Funktion als Ehrenpräsident der „Kriegerschaft deutscher Kolonialtruppen München“. An den Gedenktagen, die die „Kolonialkrieger“ veranstalteten, nahm immer viel Prominenz teil und auch wenn die einzelnen Organisationen zahlenmäßig nicht besonders stark waren, hatte die koloniale Bewegung doch einen beträchtlichen gesellschaftlichen Einfluss: Die Benennung von Straßen und Plätzen in unzähligen deutschen Städten nach Namen aus den ehemaligen deutschen Kolonien in den 1920er Jahren erfolgte beispielsweise nicht zuletzt durch anhaltenden Lobbyismus der kolonialen Gruppen. In München wurden ab 1925 Straßen mit Namen der „verlorenen“ Kolonien und nach Kolonialpolitikern und -militärs versehen, zuerst im Münchner Westen und 1932 in München-Zamdorf. Mit der Ehrung von grausamen Kriegsherren wie Hans Dominik<br />
oder Hermann von Wißmann wurde der positive Blick auf koloniale Machtverhältnisse offiziell festgeschrieben.<br />
Der Einfluss der Kolonialrevisionisten zeigte sich auch anlässlich der kolonialen Straßenbenennungen<br />
bei der Eingemeindung Truderings 1932/33. 1964 lebten außer ihm noch drei China-Veteranen in München, erzählte der „Chinesen-Maier“. Er gehörte der Vereinigung der „Kolonial-Kameraden“ in München an. Die „Kolonialkrieger“ sind inzwischen längst verstorben. Die hitzige Debatte um die Umbenennung der Münchner „Kolonialstraßen“ vor einigen Jahren weist aber darauf hin, dass ein Bewusstsein über Deutschlands koloniale Verbrechen nach wie vor kaum verbreitet ist.&lt;</p>
<p><strong>Erschienen im <a href="http://hinterland-magazin.de/pdf/18-63.pdf" target="_blank">Hinterland Magazin, Nr. 18</a>, S. 63-66.</strong></p>
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		<title>Sperrengeschoß Kolumbusplatz</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 17:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzfilme zu postkolonialen Verhältnissen Flyer als pdf &#160; 12. Oktober 2011 // 18.30 – 20.30 // Sperrengeschoß Kolumbusplatz // München anlässlich des 519. Jahrestags der sogenannten Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus Kurzfilme zu (post)kolonialen Verhältnissen Eine Veranstaltung von lmd: la mirada distinta &#60;&#60;www.oeku-buero.de&#62;&#62; und [muc] münchen postkolonial &#60;&#60;www.muc.postkolonial.net&#62;&#62; // im Rahmen der Reihe lmd: la [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kurzfilme zu postkolonialen Verhältnissen</strong></p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.oeku-buero.de/files/Bilder/Veranstaltungen/lmd/flyer%20kolumbusplatz_farbe_1.jpg" alt="Sperrengeschoß Kolumbusplatz: Filme zu Postkolonialen Verhältnissen" width="480" height="340" /></p>
<p><a title="Sperrengeschoß Kolumbusplatz Flyer" href="http://www.oeku-buero.de/files/Bilder/Veranstaltungen/lmd/flyer%20kolumbusplatz_farbe.pdf" target="_blank">Flyer als pdf</a></p>
<p><span id="more-207"></span></p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.oeku-buero.de/files/Bilder/Veranstaltungen/lmd/flyer%20kolumbusplatz_farbe_2.jpg" alt="" width="480" height="340" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>12. Oktober 2011 // 18.30 – 20.30 // Sperrengeschoß Kolumbusplatz // München anlässlich des 519. Jahrestags der sogenannten Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus Kurzfilme zu (post)kolonialen Verhältnissen</strong></p>
<p><strong>Eine Veranstaltung von lmd: la mirada distinta &lt;&lt;<a href="http://www.oeku-buero.de" target="_blank">www.oeku-buero.de</a>&gt;&gt; und [muc] münchen postkolonial &lt;&lt;<a title="muc_münchen postkolonial" href="http://muc.postkolonial.net">www.muc.postkolonial.net</a>&gt;&gt; // im Rahmen der Reihe lmd: la mirada distinta // Ökumenisches Büro e.V. // gefördert vom Kulturreferat der LH München und vom BMZ<br />
</strong></p>
<p>„<strong>Postkolonial“ &#8211; was soll das denn jetzt schon wieder?</strong></p>
<p>Wer unsere Zeit als „postkolonial“ bezeichnet, spricht gleichzeitig von Vergangenheit und Gegenwart. Mit dem Begriff „postkolonial“ kommen die Voraussetzungen der gegenwärtigen Globalisierung und ihre wirtschaftliche und kulturelle Vorgeschichte zur Sprache. Die Bezeichnung „postkolonial“ verweist auf die Nachwirkungen kolonialer Beziehungen, ohne zu behaupten, wir lebten nach wie vor in einem kolonialen Zeitalter. Das Wort „post“ bedeutet also nicht, dass etwas überwunden und hinter sich gelassen worden ist, sondern dass die koloniale Geschichte sich immer noch in der Gegenwart spiegelt.</p>
<p><strong>Aha, und was hat das überhaupt mit mir zu tun?</strong></p>
<p>Bis heute prägt die koloniale Vergangenheit unser Alltagsleben, unser Denken und unseren Blick auf die Welt. Die postkoloniale Gegenwart ist eine Gegenwart der Migrationen: Es ist die Gegenwart der Wanderarbeiter und Flüchtlinge, die in den Zentren wirtschaftlichen Wohlstands nach besseren Lebensmöglichkeiten suchen. Es ist der Versuch, sich die Versprechen der Freiheit zu nehmen: das Versprechen des Wohlstands durch Arbeit, das Versprechen der Gleichheit und die Behauptung, Rassismus überwunden zu haben und ihn nur noch als historisches Überbleibsel einer vergangenen Zeit zu sehen. Sie müssen die Erfahrung machen, dass diese Versprechen nicht für alle gleichermaßen gelten und letztlich nicht so universal gemeint sind, wie sie verkündet werden.</p>
<p><strong>Na schön, aber warum das alles am Kolumbusplatz?</strong></p>
<p>Wir wollen (post-) koloniale Verhältnisse, Personen und Strukturen sichtbar machen. Dabei geht es uns um ökonomische Ausbeutung, Rassismus und eine exotische Verklärung bzw. Vermarktung des sogenannten „Fremden“. Wir werfen einen Blick auf die alltäglichen und institutionellen Beteiligungen am (post-) kolonialen Geschehen und deren Verortungen in der Stadt München (Straßennamen, historische Orte, aktuelle Migrationspolitiken).</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Postkolonialer Stadtplan von München</title>
		<link>http://muc.postkolonial.net/2011/09/15/postkolonialer-stadtplan-von-munchen/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 19:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>
		<category><![CDATA[postkolonial]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtplan]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben in Kooperation mit dem Grafiker Matthias Weinzierl, der Zeitschrift Hinterland und dem oeku-buero einen postkolonialen Stadtplan von München erstellt. Das Poster (mit einer chicen &#8220;Afrika Afrika&#8221;-Parodie auf der Rückseite) kann für 2€/Stadtplan + Portokosten bei uns (muc [at] postkolonial.net) bestellt werden. hier hängt er während einer Veranstaltung im Sperrengeschoß am Kolumbusplatz]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div lang="x-western">Wir haben in Kooperation mit dem Grafiker Matthias Weinzierl, der Zeitschrift Hinterland und dem oeku-buero einen postkolonialen Stadtplan von München erstellt. Das Poster (mit einer chicen &#8220;Afrika Afrika&#8221;-Parodie auf der Rückseite) kann für 2€/Stadtplan + Portokosten bei uns (muc [at] postkolonial.net) bestellt werden.</div>
<div lang="x-western"><img class="alignnone size-medium wp-image-220" src="http://muc.postkolonial.net/files/2011/10/P1010360-480x360.jpg" alt="ausgehängt im Sperrengeschoß Kolumbusplatz" width="480" height="360" /></div>
<p>hier hängt er während einer Veranstaltung im <a href="http://muc.postkolonial.net/2011/10/04/sperrengeschos-kolumbusplatz-kurzfilme-zu-postkolonialen-verhaltnissen/">Sperrengeschoß am Kolumbusplatz</a></p>
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		<title>Münchner Kolonialkunst. Der Bildhauer Fritz Behn</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 06:45:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[von Joachim Zeller &#160; Gut gebrüllt, denkt sich der Betrachter beim Anblick der Löwin, die vor der Tierärztlichen Fakultät in der Veterinärstr. 13 steht. Die wuchtige Bronzeplastik stammt von dem über viele Jahrzehnte in München ansässigen Bildhauer Fritz Behn. Die bayerische Metropole beherbergt weitere Werke des Künstlers, so im Tierpark Hellabrunn, wo ebenfalls eine Löwenfigur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Joachim Zeller</p>
<div id="attachment_186" class="wp-caption alignleft" style="width: 490px"><a href="http://muc.postkolonial.net/Fritz_Behn_Loewin"><img class="size-medium wp-image-186" src="http://muc.postkolonial.net/files/2011/07/800px-Fritz_Behn_Loewin_Tieraerztliche_Fakultaet_Muenchen-1-480x339.jpg" alt="Fritz Behn: Löwin (Anfang 1920er Jahre). Die Bronzeplastik steht vor der Tierärztlichen Fakultät in München. (Foto: Katharina Ruhland)" width="480" height="339" /></a><p class="wp-caption-text">Fritz Behn: Löwin (Anfang 1920er Jahre). Die Bronzeplastik steht vor der Tierärztlichen Fakultät in München. (Foto: Katharina Ruhland)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gut gebrüllt, denkt sich der Betrachter beim Anblick der Löwin, die vor der Tierärztlichen Fakultät in der Veterinärstr. 13 steht. Die wuchtige Bronzeplastik stammt von dem über viele Jahrzehnte in München ansässigen Bildhauer Fritz Behn. Die bayerische Metropole beherbergt weitere Werke des Künstlers, so im Tierpark Hellabrunn, wo ebenfalls eine Löwenfigur steht. In der Städtischen Galerie im Lenbachhaus werden die Kleinplastiken eines „Afrikaners“ und eines „Massai“ gezeigt.1<br />
Wer war dieser Künstler und was hat er mit der deutschen Kolonialgeschichte zu tun? Fritz Behn (1878 in Klein Grabow, Mecklenburg-Vorpommern – 1970 in München) gehört zu den profiliertesten deutschen Tierbildhauern des 20. Jahrhunderts.2 Schon im Alter von 31 Jahren war er vom bayerischen Prinzregenten Luitpold zum damals jüngsten Professor Bayerns ernannt worden. Die Tierwelt Afrikas stand zeitlebens im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens. Auf drei ausgedehnten, in den Jahren 1907/08, 1909/10 und 1931/32 unternommenen Reisen durch Deutsch-Ostafrika (heute Tansania) und Britisch-Ostafrika (heute Kenia) studierte er ausgiebig die afrikanische Tierwelt. <a title="Joachim Zeller: Münchner Kolonialkunst. Der Bildhauer Fritz Behn" href="http://muc.postkolonial.net/files/2011/07/BehnMUC2010-1.pdf">Weiter</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hinterland-Magazin: Diesseits von Afrika</title>
		<link>http://muc.postkolonial.net/2011/01/11/hinterland-magazin-diesseits-von-afrika/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 13:15:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unsere Artikelserie im Hinterland-Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesmal mit zwei Beiträgen von [muc] Ein Platz an der Sonne Deutsche Kolonien &#8211; eine vergessene Geschichte? von Katharina Ruhland Mapping postkolonial Positions Spuren kolonialer Geschichte in München von Zara Pfeiffer und Philip Zölls]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal mit zwei Beiträgen von [muc]</p>
<p><a href="http://www.hinterland-magazin.de/pdf/15-40.pdf">Ein Platz an der Sonne</a><br />
Deutsche Kolonien &#8211; eine vergessene Geschichte?<br />
von Katharina Ruhland</p>
<p><a href="http://www.hinterland-magazin.de/pdf/15-44.pdf">Mapping postkolonial Positions</a><br />
Spuren kolonialer Geschichte in München<br />
von Zara Pfeiffer und Philip Zölls</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Broschüre &#8220;Münchens Kolonialviertel&#8221;</title>
		<link>http://muc.postkolonial.net/2011/01/08/broschure-munchens-kolonialviertel/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Jan 2011 02:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das nordsuedforum hat eine Broschüre zu &#8220;Münchens Kolonialviertel&#8221; fertiggestellt In der Broschüre geht es um die Deutsche Kolonialgeschichte und die Auseinandersetzung um Münchner Straßennamen. Bestellt werden kann die Broschüre unter bestellung(at)nordsuedforum.de Download der Broschüre (960 kB) Es ist eine Reise in die deutsche Vergangenheit, ein Blick auf den immer noch vorhandenen Kolonialismus in den Köpfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das nordsuedforum hat eine Broschüre zu &#8220;Münchens Kolonialviertel&#8221; fertiggestellt<br />
In der Broschüre geht es um die Deutsche Kolonialgeschichte und die Auseinandersetzung um Münchner Straßennamen. </p>
<p><img src="http://www.nordsuedforum.de/nosforessourcen/doc/nosfo/cover_strassennamen_ansichts.jpg" width="400/" /></p>
<p>Bestellt werden kann die Broschüre unter bestellung(at)nordsuedforum.de<br />
<a href="http://www.nordsuedforum.de/nosforessourcen/doc/nosfo/strassennamen_ansichts.pdf">Download der Broschüre<br />
</a> (960 kB)<br />
Es ist eine Reise in die deutsche Vergangenheit, ein Blick auf den immer noch vorhandenen Kolonialismus in den Köpfen so mancher Münchnerinnen und Münchner und ein aufschlussreiches Lehrstück über den Umgang der Politik mit einem brisanten Thema.<br />
Im Juni 2003 beantragte der Stadtrat Siegfried Benker für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen /Rosa Liste die Entkolonialisierung der Münchner Straßennamen und stieß damit eine Debatte an, die sich über sechs Jahre lang hinziehen sollte und allerhand kolonialistisches Gedankengut zutage förderte.<br />
Gerade im Rahmen unserer EineWelt-Arbeit, bei der wir uns für weltweite Solidarität und Gerechtigkeit und gegen Rassismus einsetzen, ist uns die Bewusstseinsbildung zu diesem Thema ein besonderes Anliegen.</p>
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		</item>
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		<title>Postkoloniale Perspektiven auf Migration und Entwicklung</title>
		<link>http://muc.postkolonial.net/2010/11/22/postkoloniale-perspektiven-auf-migration-und-entwicklung/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 02:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. María do Mar Castro Varela 2. Dezember 2010 &#124; Eine-Welt-Haus München &#124; Weltraum Souterrain &#124; Schwanthalerstr. 80 &#124; Beginn 19.30 Uhr &#124; Eintritt 2/3 Euro (nach Selbsteinschätzung) grenzposten &#62;&#62; oeku-buero münchen &#124; [muc] münchen postkolonial Es sind die anderen, die migrieren, die anderen, die sich entwickeln müssen und natürlich auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. María do Mar Castro Varela</strong><br />
<img alt="Postkoloniale Perspektiven auf Migration und Entwicklung" src="http://muc.postkolonial.net/files/2011/02/flyer_postkoloniale-perspektiven.jpg" class="aligncenter" width="500" /><br />
2. Dezember 2010 | Eine-Welt-Haus München | Weltraum Souterrain |</p>
<p>Schwanthalerstr. 80 | Beginn 19.30 Uhr | Eintritt 2/3 Euro (nach Selbsteinschätzung)<br />
<a href="http://www.grenzposten.blogsport.de/">grenzposten</a> &gt;&gt; oeku-buero münchen | <a href="http://www.muc.postkolonial.net/">[muc] münchen postkolonial</a></p>
<p><em>Es sind die anderen, die migrieren, die anderen, die sich entwickeln müssen und natürlich auch die anderen, die sich zu integrieren haben.</em> Aber wer sind eigentlich diese anderen oder besser, wie werden sie zu den anderen gemacht? Und wer bestimmt die Normen und Regeln, nach denen diese sich dann zu „integrieren“ und zu „entwickeln“ haben? Die Frage, wer dazugehört und wer nicht, die Frage, wer Teil einer Bevölkerung ist und entlang welcher Normen und Herrschaftsmechanismen der Ein- und/oder Ausschluss von Menschen verläuft ist nicht nur in den aktuellen Auseinandersetzungen um Migration und Integration zentral, sondern auch eine zentrale Frage postkolonialer Theorie. Rassismus als konstitutives Element für die Schaffung einer Bevölkerung wird in hier ebenso in den Blick genommen wie die Disziplinierungs- und Normalisierungsprozesse über die Bevölkerungen regiert werden. Die Frage „Wer gehört zur Bevölkerung?“ ist deshalb unserer Meinung nach nicht nur eine analytische, sondern auch und vor allem eine politische, die auch andere politische Auseinandersetzungen, wie beispielsweise antirassistische Praxen oder die Forderungen nach Bewegungsfreiheit und gleichen Rechten für alle, in den Blick nimmt.</p>
<p>Prof. Dr. María do Mar Castro Varela ist Diplompsychologin, Diplompädagogin und promovierte Politologin. Seit 2007 ist sie Professorin an der Alice Salomon Fachhochschule in Berlin. Ihre Schwerpunkte sind Rassismus, Gender und Queer Studien sowie Postkoloniale Theorie.</p>
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