Augsburg – Kamerun, 100 Jahre später

Die Kolleg*innen von Augsburg postkolonial organisieren in Kooperation mit einigen anderen Gruppen eine Veranstaltung:

Im ersten Weltkrieg verlor Deutschland „seine“ Kolonien, dazu gehörte auch Kamerun, wo bis 1916 gekämpft wurde. Die deutschen Soldaten gerieten in Kriegsgefangenschaft, die Augsburger Presse berichtete.

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Not about us without us!

Veranstaltung mit den Aktivistinnen Esther Utjiua Muinjangue und Sima Deidre Luipert aus Namibia. Am 12.12.2019 um 19.30 im Saal des Münchner Stadtmuseums

Deutschlands kolonialer Genozid 1904-08 im heutigen Namibia betraf neben den widerständigen Männern besonders auch Frauen und Kinder, die in der Omaheke/Kalahari Region verdursteten oder in Konzentrationslagern zu Tode gequält wurden. Die prominenten Ovaherero- und Nama-Aktivistinnen Esther Utjiua Muinjangue und Sima Deidre Luipert berichten über den opferreichen Widerstand der Frauen und über ihre Rolle im anhaltenden Kampf für eine Anerkennung des Völkermords durch den Deutschen Bundestag. Sie erklären, warum die direkt vom Völkermord betroffenen Gemeinschaften von Deutschland eine offizielle Entschuldigung und Entschädigung verlangen. Esther Utjiua Muinjangue ist Vorsitzende der Ovaherero Genocide Foundation (OGF) und Präsidentin der Partei National Unity Democratic Organisation (NUDO) und Sima Deidre Luipert ist Menschenrechtsaktivistin und Vizevorsitzende des Genocide Technical Committee der Nama Traditional Leaders Association (NTLA).

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„Millis Erwachen“ im Werkstattkino

Frauenstudien München in Kooperation mit ADEFRA Schwarze Frauen RG München und dem Werkstattkino e.V. zeigt MILLIS ERWACHEN von und mit NATASHA A. KELLY.

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„Exotisierte Unterhaltung“ – Buchvorstellung und Museumsführung im Münchner Stadtmuseum

Geteilte Welten. Exotisierte Unterhaltung und Artist*innen of Color in Deutschland, 1920–1960

Buchvorstellung und Gespräch

Mittwoch 10. Juli, 18.00 Uhr, großer Saal, Eintritt frei

Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein war das Unterhaltungsgewerbe einer der wenigen Bereiche, in denen Angehörige der kleinen Minderheit von People of Color in Deutschland Arbeit fanden – und zwar nicht trotz, sondern vielmehr gerade wegen der auf sie gerichteten rassifizierenden und exotisierenden Zuschreibungen.

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Gedenkveranstaltungen für Cula aus Dahomey/Benin in München und Landshut

1891 brachte der Unternehmer J. Hood eine Gruppe von Frauen aus Dahomey (Benin) nach Paris, die als „Amazonen“ angekündigt wurden. 1892 gastierten sie in München in den Centralsälen und im Gärtnerplatztheater. Die 17-jährige Cula starb an einer Lungenentzündung. Die Beerdigung geriet zum Massenspektakel. Das Grab wurde 1921 aufgelassen und die Gebeine Culas der Anthropologischen Prähistorischen Sammlung überlassen.

https://mapping.postkolonial.net/article/grab-von-cula

Jetzt gibt es in München und Landshut Gedenkveranstaltungen mit Künstler*innen aus Benin:

4. Mai, 20 Uhr in der Alten Kaserne in Landshut
5. Mai, 14 Uhr im Ampere -Muffatwerk in München

Flyer für die Veranstaltungen am 4. und 5. Mai
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100 Jahre nach dem Ende des deutschen Kolonialreichs: Erklärung des bundesweiten Netzwerks zur Dekolonisierung der Erinnerungskultur

Berlin, 23. November 2018

Am 25. November 2018 jährt sich das Ende des deutschen Kolonialreichs in Afrika,
Ozeanien und Asien zum 100. Mal. Die brutale Durchsetzung deutscher Interessen während der 35-jährigen direkten Kolonialherrschaft kostete schätzungsweise einer Million Menschen – vor allem afrikanischer Herkunft – das Leben. Nicht nur Deutschlands Genozid an den Herero und Nama, sondern auch der Maji-Maji-
Krieg und der Feldzug Lettow-Vorbecks im Ersten Weltkrieg in Ostafrika waren Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Doch die Kolonialzeit hat nicht nur die ehemaligen Kolonien nachhaltig verändert. Zwar sind Kolonialismus und antikolonialer Widerstand aus dem kollektiven Gedächtnis der deutschen Mehrheitsgesellschaft verdrängt worden. Trotzdem ist auch diese Gesellschaft von 600 Jahren europäischem Kolonialismus entscheidend geprägt. Davon zeugt der anhaltende strukturelle und institutionelle Rassismus. Das spiegelt sich in Hunderten von
kolonialrassistischen Straßennamen und Denkmälern wider. Das belegt die Anwesenheit
Tausender sterblicher Überreste, die für menschenverachtende Forschungen in deutsche
Sammlungen verschleppt wurden. Daran erinnern zehntausende, im kolonialen Gewaltkontext angeeignete Kulturgüter in deutschen Museen.

Der koloniale Raubbau an Mensch und Natur setzt sich heute als andauernde globale
Ungerechtigkeit, als ungleiche Verteilung von Reichtum, Ressourcen und politischem
Einfluss fort. Besonders betroffen von struktureller Benachteiligung sind Menschen in Afrika und in der afrikanischen Diaspora. Um darauf hinzuweisen und den Beitrag von Menschen in Afrika und in der afrikanischen Diaspora an der Aufarbeitung der daraus erwachsenden Herausforderungen zu würdigen, haben die Vereinten Nationen 2015 die
International Decade for People of African Descent ausgerufen.

Aus diesen Gründen begrüßen wir, dass die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag
2018 die Kolonialzeit erstmals als eines der zentralen Themen der Erinnerungskultur in
Deutschland benannt hat. Zugleich protestieren wir entschieden gegen ihre Auffassung, dass es dabei nur um die „deutsche Kolonialgeschichte“ gehen würde. Denn nicht nur ist
Kolonialgeschichte eben keine nationale, sondern eine verwobene Geschichte Kolonisierender und Kolonisierter, welche nicht länger einseitig von Deutschland aus
interpretiert werden darf. Es ist vor allem auch nicht hinnehmbar, dass der deutsche
Kolonialismus – im Gegensatz zu der im Koalitionsvertrag eindeutig verurteilten
NS-Terrorherrschaft und zum ebenfalls kritisch bewerteten SED-Regime – nicht
explizit als Unrechtsherrschaft anerkannt wird.

Wir fordern die Bundesregierung, die Bundesländer und die Kommunen dazu auf: Continue reading

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neues Buch: Deutschland postkolonial? Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit

Und schon wieder wird ein Buch präsentiert, zu dem wir ein Kapitel beigetragen haben:
DEUTSCHLAND POSTKOLONIAL?
Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit

Buchvorstellung am 23.11. um 19.30 im Afrikahaus Berlin

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„This is Not an Atlas“ ist erschienen

Wir freuen uns sehr über das Erscheinen dieses tollen Buches – und dass wir Teil davon sein dürfen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„This Is Not an Atlas gathers more than 40 counter-cartographies from all over the world. This collection shows how maps are created and transformed as a part of political struggle, for critical research or in art and education: from indigenous territories in the Amazon to the anti-eviction movement in San Francisco; from defending commons in Mexico to mapping refugee camps with balloons in Lebanon; from slums in Nairobi to squats in Berlin; from supporting communities in the Philippines to reporting sexual harassment in Cairo. This Is Not an Atlas seeks to inspire, to document the underrepresented, and to be a useful companion when becoming a counter-cartographer yourself.“

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Decolonize -Touren durch München am 4. und 11. November

Am 4. und 11. November gibt es Decolonize -Touren durch München mit uns! Im Rahmen des „politik im freien theater“ Festivals finden auch noch andere Stadtspaziergänge statt, die sich spannend anhören:

Spaziergänge

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Mahnwache anlässlich der Rückgabe menschlicher Schädel an Namibia // Solemn Vigil on the occasion of the return of human skulls to Namibia

Entschuldigung für Genozid jetzt! – Völkermord verjährt nicht! Mahnwache anlässlich der Rückgabe menschlicher Schädel an Namibia

am 29.08.18 von 17:00 bis 20:00 Uhr in der Hererostraße / Ecke Waterbergstraße in München

PRESSEMITTEILUNG

Apology for the genocide now! – Genocide does not become statute-barred! Solemn Vigil on the occasion of the return of human skulls to Namibia

on the 29th of August from 5pm until 8pm on the corner of Hererostraße/ Waterbergstraße in Munich

PRESS RELEASE

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