Neue postkoloniale Initiativen online

rassismus_verlernen: Kämpfe um Reparationen für Kolonialismus und Versklavungshandel

Der Blog „rassismus_verlernen“ ist aus einem Projekt entstanden, das sich ausgehend von deutscher Kolonialgeschichte der Frage von Reparationen für koloniale Menschheitsverbrechen nähert. Anlässlich des Internationalen Tages für Reparationen in Zusammenhang mit Kolonialismus am 12. Oktober 2015 möchte der Blog unterschiedliche Stimmen und Initiativen aus Deutschland, Europa, Afrika und den Amerikas zusammenführen, die Reparationen fordern und bereits umsetzen. Damit soll auch ein Schlaglicht auf die verdrängte Geschichte des deutschen Versklavungshandels mit afrikanischen Menschen gelegt werden, die einer breiteren Öffentlichkeit nahezu unbekannt ist…

Fugger-und Welserstraßen dekolonisieren!

Die Fugger und Welser gelten als zwei der einflussreichsten und wohlhabendsten europäischen Handelsfamilien zwischen dem 14. und dem 19. Jh. Ihre vermeintlich glorreiche Geschichte und ihr Gedenken werden durch zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze, Ausstellungen, öffentliche Einrichtungen und 23 nach ihnen benannte Straßen aufrechterhalten. Zwei dieser Straßen befinden sich in dem Berliner Bezirk Schöneberg. Dass die Fugger und die Welser ihren Reichtum jedoch erst durch ihre Beteiligung am Kolonialismus akquirieren konnten, wird in dieser Geschichtsschreibung oft ent_nannt bzw. verschwiegen und/oder beschönigt…

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Debatte um den Tangué im Münchner Museum Fünf Kontinente (ehem. Völkerkundemuseum)

Zwei Publikationen zum Tangué im Münchner Museum Fünf Kontinente sind 2015 erschienen und online verfügbar:

„Der schizophrene Schiffsschnabel: Biographie eines kolonialen Objektes und Diskurs um seine Rückforderung im postkolonialen München“ von Barbara Heuermann

„Ein Kameruner Kulturerbe? 130 Jahre geteilte Agency:Das Netzwerk Tange/Schiffschnabel“ von Anne Splettstößer

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„Perspektivwechsel Wissen“ – Veranstaltungsreihe 4.-20.3. in München

Perspektivwechsel Wissen

Link zum Flyer hier

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Veranstaltung zu „Provenance Research on African Objects“ in München

Winter School Provenance Research, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Munich, 22-26 February 2016

am 23. Februar 2016 u.a. mit folgenden Themen:

9.00-9.20: Felicity Bodenstein, Paris: ‚Narrating Provenance – Royal Objects from Benin City in European Museums‘

9.20-9.40: Sheila Heidt, Köln: ‚African art of colonial background in German museums – State of provenance research and possible solutions for restitution procedures‘

9.40-10.45: PUBLIC DISCUSSION ‚Lessons to be learned from provenance research on African Objects‘, with Kerstin Pinther (LMU), Philippe Cordez (LMU), and Stefan Eisenhofer and/or Hilke Thode-Arora (Museum Fünf Kontinente, München)

weitere Infos hier

 

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Münchner Ausländerbeirat fordert erneut die sofortige Umbenennung der Münchner Kolonialstraßen

Pressemitteilung .Strassennamen.2015-1

 

Aus dem Beschluss der Vollversammlung des Münchner Ausländerbeirates vom 07.12.2015

„Der Ausländerbeirat fordert den Oberbürgermeister der LH München und der Stadt München auf, sich dafür einzusetzen, dass die historisch belasteten Straßennamen in München durch Umbenennung geändert werden.“

Beschlusstext

Presseerklärung zum Beschluss vom Arbeitskreis Panafrikanismus

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Katalogpräsentation DECOLONIZE MÜNCHEN

Endlich …?! 

Katalogpräsentation am 4. November 2015 um 19.30 Uhr im Milla Club

Katalogpräsentation DECOLONIZE MÜNCHEN

Präsentation des soeben erschienenen Katalogs zur Ausstellung DECOLONIZE MÜNCHEN mit einem Grußwort der Direktorin des Münchner Stadtmuseums Dr. Isabella Fehle, den Herausgeber_innen Eva Bahl, Sarah Bergh, Tahir Della, Zara S. Pfeiffer, Martin W. Rühlemann sowie der Spoken Word Künstlerin Fatima Moumouni und DJane Sarah Mara. Der Katalog dokumentiert die bislang in dieser Form in Deutschland einzigartige Ausstellung und das umfangreiche rassismuskritische Begleitprogramm mit Veranstaltungen und Workshops – ergänzt durch Reaktionen, Kritik, Kontroversen und Visionen.

Die Räume sind leider nicht rollstuhlgerecht zugänglich.
Holzstraße 28. 80469 München. Der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung

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Veranstaltungsreihe von freiburg postkolonial

Veranstaltungsreihe von freiburg-postkolonial.de:

vom 16.9. bis 10.11.2015 in Freiburg. 

Titel

Nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden sie hier

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DECOLONIZE MÜNCHEN. Dokumentation und Debatte

Titel-Decolonize-München KopieDECOLONIZE MÜNCHEN
Dokumentation und Debatte

herausgegeben von Eva Bahl, Sarah Bergh,Tahir Della, Zara S. Pfeiffer, Martin W. Rühlemann in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Edition Assemblage, 2015


 

Wie haben sich Kolonialismus und Rassismus in Münchens Stadtbild eingeschrieben? Wie wird mit den Spuren der kolonialen Vergangenheit in der Stadt umgegangen? An welchen Orten verdichten sich postkoloniale Auseinandersetzungen? Was wird debattiert, was verdrängt und verschwiegen? Wer darf sprechen über die Globalgeschichte der Stadt? Wessen Geschichten werden gehört, wessen Lebensspuren wahrgenommen? Was bedeutet Dekolonisieren heute?
Mit Fragestellungen wie diesen beschäftigte sich die Ausstellung DECOLONIZE MÜNCHEN im Münchner Stadtmuseum (25.10.2013 – 23.02.2014).
Der Katalog dokumentiert die bislang in dieser Form in Deutschland einzigartige Ausstellung und das umfangreiche rassismuskritische Begleitprogramm mit Veranstaltungen und Workshops – ergänzt durch Reaktionen, Kritik, Kontroversen und Visionen. Erweiternd wurden in den Band aktuelle Beiträge aufgenommen, die Themen der Ausstellung und Debatten zur post/kolonialen Geschichte und Gegenwart Deutschlands aufgreifen und weiterführen.

Der Katalog wurde in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München realisiert.

Die Autor*innen:
Mit Beiträgen von Joshua Kwesi Aikins, Manuela Bauche, Eva Bahl, Sarah Bergh, Tahir Della, Isabella Fehle, HMJokinen, Stephan Köhler, Christian Kopp, Modupe Laja, Sharon Dodua Otoo, Zara S. Pfeiffer, Martin W. Rühlemann u.v.m.

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Gründung des „Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern (e.V.)“

Pressemitteilung

München, 28. März 2015

Zum Abschluss der Internationalen Wochen gegen Rassismus fand auf Inititiave der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns (AGABY e.V.) die Versammlung zur Gründung des „Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern e.V.“ statt. Anwesend waren etwa 40 engagierte Einzelpersonen aus der rassismuskritischen Bildungsarbeit und der Wissenschaft sowie Vertreter_innen von verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Organisationen und Initiativen. Die Vereinsgründung und die Satzung wurden einstimmig beschlossen und ein Vorstand wurde gewählt.

Vorstand des Netzwerkes

Vorstand.Netzwerk.RDB

von links: Mathilda Legitimus-Schleicher, Zara S. Pfeiffer (vertretungsberechtigt), Marianne Walther, Hamado Dipama (vertretungsberechtigt), Mitra Sharifi Neystanak, Theodora Sismani, nicht auf dem Foto: Naim Balikavlayan

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„Relikte aus der deutschen Kolonialgeschichte“ auf der Oidn Wiesn

„Das war damals so,“ sagt der Betreiber. „Geschmacklos“, findet ein früherer Stadtrat: In einem historischen Stand auf dem Oktoberfest dienen Afrikaner als Schießbudenfigur. Nun wird diskutiert: Ist das Tradition oder Rassismus?

Artikel in der Süddeutschen Zeitung von Bernd Kastner

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