Sperrengeschoß Kolumbusplatz

Kurzfilme zu postkolonialen Verhältnissen

Sperrengeschoß Kolumbusplatz: Filme zu Postkolonialen Verhältnissen

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12. Oktober 2011 // 18.30 – 20.30 // Sperrengeschoß Kolumbusplatz // München anlässlich des 519. Jahrestags der sogenannten Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus Kurzfilme zu (post)kolonialen Verhältnissen

Eine Veranstaltung von lmd: la mirada distinta <<www.oeku-buero.de>> und [muc] münchen postkolonial <<www.muc.postkolonial.net>> // im Rahmen der Reihe lmd: la mirada distinta // Ökumenisches Büro e.V. // gefördert vom Kulturreferat der LH München und vom BMZ

Postkolonial“ – was soll das denn jetzt schon wieder?

Wer unsere Zeit als „postkolonial“ bezeichnet, spricht gleichzeitig von Vergangenheit und Gegenwart. Mit dem Begriff „postkolonial“ kommen die Voraussetzungen der gegenwärtigen Globalisierung und ihre wirtschaftliche und kulturelle Vorgeschichte zur Sprache. Die Bezeichnung „postkolonial“ verweist auf die Nachwirkungen kolonialer Beziehungen, ohne zu behaupten, wir lebten nach wie vor in einem kolonialen Zeitalter. Das Wort „post“ bedeutet also nicht, dass etwas überwunden und hinter sich gelassen worden ist, sondern dass die koloniale Geschichte sich immer noch in der Gegenwart spiegelt.

Aha, und was hat das überhaupt mit mir zu tun?

Bis heute prägt die koloniale Vergangenheit unser Alltagsleben, unser Denken und unseren Blick auf die Welt. Die postkoloniale Gegenwart ist eine Gegenwart der Migrationen: Es ist die Gegenwart der Wanderarbeiter und Flüchtlinge, die in den Zentren wirtschaftlichen Wohlstands nach besseren Lebensmöglichkeiten suchen. Es ist der Versuch, sich die Versprechen der Freiheit zu nehmen: das Versprechen des Wohlstands durch Arbeit, das Versprechen der Gleichheit und die Behauptung, Rassismus überwunden zu haben und ihn nur noch als historisches Überbleibsel einer vergangenen Zeit zu sehen. Sie müssen die Erfahrung machen, dass diese Versprechen nicht für alle gleichermaßen gelten und letztlich nicht so universal gemeint sind, wie sie verkündet werden.

Na schön, aber warum das alles am Kolumbusplatz?

Wir wollen (post-) koloniale Verhältnisse, Personen und Strukturen sichtbar machen. Dabei geht es uns um ökonomische Ausbeutung, Rassismus und eine exotische Verklärung bzw. Vermarktung des sogenannten „Fremden“. Wir werfen einen Blick auf die alltäglichen und institutionellen Beteiligungen am (post-) kolonialen Geschehen und deren Verortungen in der Stadt München (Straßennamen, historische Orte, aktuelle Migrationspolitiken).

 

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