Broschüre „Münchens Kolonialviertel“

Das nordsuedforum hat eine Broschüre zu „Münchens Kolonialviertel“ fertiggestellt
In der Broschüre geht es um die Deutsche Kolonialgeschichte und die Auseinandersetzung um Münchner Straßennamen.

Bestellt werden kann die Broschüre unter bestellung(at)nordsuedforum.de
Download der Broschüre
(960 kB)
Es ist eine Reise in die deutsche Vergangenheit, ein Blick auf den immer noch vorhandenen Kolonialismus in den Köpfen so mancher Münchnerinnen und Münchner und ein aufschlussreiches Lehrstück über den Umgang der Politik mit einem brisanten Thema.
Im Juni 2003 beantragte der Stadtrat Siegfried Benker für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen /Rosa Liste die Entkolonialisierung der Münchner Straßennamen und stieß damit eine Debatte an, die sich über sechs Jahre lang hinziehen sollte und allerhand kolonialistisches Gedankengut zutage förderte.
Gerade im Rahmen unserer EineWelt-Arbeit, bei der wir uns für weltweite Solidarität und Gerechtigkeit und gegen Rassismus einsetzen, ist uns die Bewusstseinsbildung zu diesem Thema ein besonderes Anliegen.

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Postkoloniale Perspektiven auf Migration und Entwicklung

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. María do Mar Castro Varela
Postkoloniale Perspektiven auf Migration und Entwicklung
2. Dezember 2010 | Eine-Welt-Haus München | Weltraum Souterrain |

Schwanthalerstr. 80 | Beginn 19.30 Uhr | Eintritt 2/3 Euro (nach Selbsteinschätzung)
grenzposten >> oeku-buero münchen | [muc] münchen postkolonial

Es sind die anderen, die migrieren, die anderen, die sich entwickeln müssen und natürlich auch die anderen, die sich zu integrieren haben. Aber wer sind eigentlich diese anderen oder besser, wie werden sie zu den anderen gemacht? Und wer bestimmt die Normen und Regeln, nach denen diese sich dann zu „integrieren“ und zu „entwickeln“ haben? Die Frage, wer dazugehört und wer nicht, die Frage, wer Teil einer Bevölkerung ist und entlang welcher Normen und Herrschaftsmechanismen der Ein- und/oder Ausschluss von Menschen verläuft ist nicht nur in den aktuellen Auseinandersetzungen um Migration und Integration zentral, sondern auch eine zentrale Frage postkolonialer Theorie. Rassismus als konstitutives Element für die Schaffung einer Bevölkerung wird in hier ebenso in den Blick genommen wie die Disziplinierungs- und Normalisierungsprozesse über die Bevölkerungen regiert werden. Die Frage „Wer gehört zur Bevölkerung?“ ist deshalb unserer Meinung nach nicht nur eine analytische, sondern auch und vor allem eine politische, die auch andere politische Auseinandersetzungen, wie beispielsweise antirassistische Praxen oder die Forderungen nach Bewegungsfreiheit und gleichen Rechten für alle, in den Blick nimmt.

Prof. Dr. María do Mar Castro Varela ist Diplompsychologin, Diplompädagogin und promovierte Politologin. Seit 2007 ist sie Professorin an der Alice Salomon Fachhochschule in Berlin. Ihre Schwerpunkte sind Rassismus, Gender und Queer Studien sowie Postkoloniale Theorie.

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europa postkolonial

Forschungskolloquium am Institut für Volkskunde / Europäische Ethnologie. Blicke auf Räume, Wissen und Wertungen




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Casperltheater

In der Hinterland #12 – was ist links? (nachzulesen auf www.hinterland-magazin.de) schrieb Caspar Schmidt im Artikel „Afghanistan den Afghanen“ über die seiner Meinung nach einfältige und bequeme Haltung großer Teile der „Linken“, die sich ganz im Sinne der sowjetischen Mobilisierung mit einfallsloser Imperialismuskritik und Friedensforschung begnügen, anstatt sich endlich von diesem Erbe zu befreien und so den Weg für weniger konforme und vereinfachende Betrachtungsweisen zu ebnen …

Nachdem wir den Beitrag des Debattencaspars „Afghanistan den Afghanen“ gelesen hatten, hätten wir tatsächlich gerne die vom Debattencaspar den vermeintlichen „sowjetischen Mobilisierungsopfern“ vorgeworfene Vogel-Strauss-Taktitk angewandt und unsere Köpfe in den Sand gesteckt. Aber da wir als Gruppe [muc] münchen postkolonial schon einige Artikel in der Hinterland veröffentlicht haben und eigentlich gerne weiterhin dort schreiben würden, schien uns entsetztes und kopfschüttelndes Schweigen eine denkbar schlechte Alternative. Gleichzeitig widerstrebt es uns nach wie vor, eine Auseinandersetzung mit einem Text zu führen, der uns so sehr von Arroganz und Ignoranz geprägt erscheint – für den Autor wohl provozierende Tugenden, in unseren Augen aber schlechte Ausgangsbedingungen für eine Analyse der komplexen Geschichte und Aktualität linker Positionierungen.

Wie also reagiert man auf eine alles andere als fundierte Polemik, die sich selbstgefällig als Generalabrechnung mit einer vermeintlich homogenen Linken der letzten 100 Jahre begreift? Im Folgenden werden wir einige zentrale Punkte des Textes herausgreifen und den dürftigen Argumentationslinien etwas entgegensetzen, anderes bleibt unbeachtet, auch wenn wir mit vielem Weiteren (im Debattencaspar-Text wie auch in der ganzen Hinterland-Ausgabe) nicht einverstanden sind.

Der ganze Artikel als pdf

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STADT POSTKOLONIAL

Koloniale Spuren in der Stadtgeschichte

Eine Veranstaltung mit Heiko Wegmann von Freiburg postkolonial und  [muc] münchen postkolonial

Eintritt frei | 16.07.2010 | 20.00 Uhr | Kulturladen Westend| Ligstalzstraße 44 | 80339 München| U-Bahnhaltestelle Schwanthalerhöhe

suedsee insel

Wir, [muc] münchen postkolonial, sind eine Gruppe, die sich mit den Spuren der  Kolonialgeschichte in München beschäftigt.
Nach langer Zeit des Schweigens wird seit etwa 20 Jahren endlich über Kolonialismus und seine verheerenden Folgen vor allem für die ehemaligen Kolonien geforscht und geschrieben. Aber auch die Auswirkungen kolonialer Herrschaft und kolonialer Denkweisen auf die „Metropolen“ werden zunehmend diskutiert.
In einigen Städten haben sich Initiativen gegründet, die sich mit  der Kolonialgeschichte auseinandersetzen und sich zum Ziel gesetzt haben, Spuren und Leerstellen von kolonialem Geschehen und (post-) koloniale Bildwelten in der Stadt heute in das Blickfeld zu rücken.
Eine der ersten dieser Gruppen ist in Freiburg entstanden – Freiburg postkolonial.
Heiko Wegmann von Freiburg postkolonial wird über die Motive, Arbeitsfelder, Erfahrungen und Interventionen dieser Gruppe sprechen. Dann werden wir, [muc], uns und unsere Themenfelder und Aktivitäten in München vorstellen und diskutieren.

Eine Veranstaltung von [muc] münchen postkolonial und dem Kulturladen Westend, gefördert vom Netzwerk München

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Buko Stadt postkolonial?

Vernetzungstreffen postkolonialer Initiativen auf der Buko

Die koloniale Vergangenheit ist nicht einfach passé, sondern prägt unser Alltagsleben, unser Denken und unseren Blick auf die Welt bis heute. In der BRD gibt es zahlreiche Initiativen, die diese Spuren der kolonialen Vergangenheit, die sich auf unterschiedlichste Art und Weise in die Stadträume eingeschrieben haben, sichtbar und kritisierbar machen: durch Interventionen im öffentlichen Raum, das Stürzen von Kolonialdenkmälern, Straßenumbenennungen oder Informations-veranstaltungen.

Mit dem Vernetzungstreffen wollen wir Diskussionen und Erfahrungen austauschen und eine kontinuierlichen Vernetzung der postkolonialen Initiativen anstoßen.

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125 Jahre Berliner Afrikakonferenz

Informations- und Diskussionsveranstaltung
mit Yonas Endrias und Iseewanga Indongo-Imbanda
Samstag 17. April 2010 | 20:00 Uhr | Kulturladen Westend | Ligsalzstr. 44 | U-Bahnhaltestelle Schwanthaler Höhe | Eintritt 3 Euro

Vor 125 Jahren, vom 15. November 1884 bis 26. Februar 1885, fand auf Einladung Bismarcks die sogenannte Afrika-Konferenz in Berlin statt. Am „grünen Tisch“ teilten die führenden Kolonialmächte Europas den afrikanischen Kontinent unter sich auf. Bismarck spielte darin die Rolle des „ehrlichen Maklers“, um die deutschen Interessen im kolonialen Wettstreit zu verschleiern. Durch diese koloniale Grenzziehung und die damit einhergehende Zerrissenheit wird ein Großteil der Krisenphänomene und der Instabilität des postkolonialen Afrikas abgeleitet. Dennoch wird hierzulande die Geschichte des deutschen und des europäischen Kolonialismus kaum thematisiert. Erst nostalgisch glorifiziert, dann verdrängt und ignoriert, gilt die deutsche Kolonialgeschichte bis heute als harmlos, nicht relevant und abgeschlossen. Weder von Bildungseinrichtungen, politischen Parteien oder in den Medien, noch durch systematische Forschung wird sie angemessen aufgearbeitet.
Anlässlich des 125. Jahrestages der Afrika-Konferenz wollen wir mit einer Veranstaltung sowohl über die historischen Hintergründe und die Folgen dieser Konferenz informieren als auch über die heutigen Auswirkungen der kolonialen Herrschaft und die Debatte um Reparationsleistungen berichten.

Iseewanga Indongo-Imbanda studierte Soziologie, Psychologie, Politologie und Romanistik an der Universität Kairo (Ägypten) und der Freien Universität Berlin. Er lebt als freiberuflicher Sozialwissenschaftler in Berlin und ist Redakteur der Internetsite http://www.kongo-kinshasa.de

Yonas Endrias ist Politikwissenschaftler und Aktivist der afrodeutschen Bewegung. Er arbeitet als Dozent an der Freien Universität Berlin und betätigt sich unter anderem als Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte und als Mitglied von Organisationen wie dem Afrika-Rat. http://www.berliner-afrikakonferenz.de/ – http://www.afrika-rat.org

Veranstaltet von:
Arbeitskreis Panafrikanismus München – http://www.panafrikanismusforum.net
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen – http://carava.net
[muc] münchen postkolonial – http://muc.postkolonial.net
Ökumenisches Büro e.V. – www.oeku-buero.de

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Eine Frage des Erbes

Weigert sich das Völkerkundemuseum, Kriegsbeute zurück zu geben? Im dem Staatlichen Museum liegt ein Königsschatz aus Kamerun. Der Enkel des Fürsten fordert das Kunstwerk zurück – bislang ohne Erfolg.

„Bis zum heutigen Tag weigert sich das Völkerkundemuseum nicht nur, dieses gestohlene Kunstwerk zurück zu geben, sondern sogar auf die Umstände hinzuweisen, unterer denen das Ausstellungsstück in den Besitz des Völkerkundemuseums gelangte. Und dies, obwohl der Diebstahl bestens dokumentiert ist. “

Artikel von Laura Höss auf mucbook.de zum Münchner Völkerkundemuseum

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Feierliche Erklärung von Kum’a Ndumbe III. – Vor 125 Jahren haben Kameruner Nein zum europäischen Kolonialismus gesagt

„Ich bitte Sie, diese Fahne vom Mast herunterzuholen. Niemand hat uns gekauft. Sie wollten uns mit viel Geld bestechen, wir haben es abgelehnt. Ich bitte Sie, uns unsere Freiheit zu lassen und keine Unordnung zu uns zu bringen“.

Mit diesen Worten wandte sich der König der Bele Bele (Bonabéri, damals Hickory Town genannt), Kum’a Mbape alias Lock Priso, am 28. August 1884 schriftlich an den deutschen Konsul. Kum’a Mbape, der einzige König in Cameroons, der sich weigerte, den Vertrag vom 12. Juli 1884 zu unterschreiben, hatte sowohl in den Rängen seines Neffen King Bell, Ndumb’a Lobe, der auf der Seite von Bonanjo regierte, als auch in denen von King Akwa, Dika Mpondo und denen von King Dido, Jim Epée Ekwalla seine Anhänger.

Die ganze Erklärung als pdf

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Hände abgehackt. Heute vor 100 Jahren starb Belgiens König Leopold II.

17.12.2009
Hände abgehackt
Heute vor 100 Jahren starb Belgiens König Leopold II. In seiner Privatkolonie Kongo errichtete er ein Terrorregime, das seinesgleichen sucht.

Der ganze Artikel auf www.afrika-hamburg.de

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